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9. April 2017

Der letzte Tag in Banaue

Und so schnell ist die Zeit in Banaue auch schon wieder vorbei. Nach nicht ganz drei Tagen ging es gestern Abend bereits wieder mit dem Nachtbus nach Manila zurück. Aber fangen wir mal von vorne an: 

Eigentlich hatten wir ja geplant im Ort Motorräder auszuleihen und die Gegend etwas zu erkunden. Allerdings hat mich J.P. (ein anderer Mitarbeiter des Hostels) am Morgen gefragt, ob wir auch mit auf den Trip zu den heißen Quellen wollen. Geführt wird die Tour wohl von einer älteren Frau, die früher selbst Reis angebaut hat und viel dazu erzählt. Kurz mit den Mädels abgesprochen erschien uns das als wesentlich besser, da uns der Guide am Vortag kaum etwas zum Reisanbau erzählt hatte. Nach einem „ausgiebigen“ Frühstück mit Omelette und Toast ging es dann kurz nach 12 los. 


Natürlich gibt es in Banaue ebenfalls Jeepneys, allerdings konnten wir dieses Mal die Fahrt vom Dach aus genießen und unglaublich viel von der Gegend sehen bzw. fotografieren. Mit an Bord waren noch zwei Münchner Jungs, Basti und Maxi, die bereits drei Wochen auf den Philippinen sind, sowie eine Britin. Nach einer etwa einstündigen Fahrt würden wir an unserem ersten Ziel freundlichst begrüßt. 
Unser Tour-Guide hat uns dann wirklich überraschend viel erzählt über den Reisanbau, philippinische Geschichte, Pflanzen und Früchte und hat uns auch diverse Kräuter wie Pfefferminz oder Zitronengras zum kosten gegeben. Währenddessen führte die Tour mitten durch unglaublich grüne Reisterassen, kleine Bergdörfchen und kleine Wege im Dschungel. 

Nach und nach wurde das Rauschen des Gebirgsflusses immer lauter und die heiße Quelle kam in Sicht. Irgendwie hatten wir uns das alle etwas größer vorgestellt… 


Im warmen Wasser liegend war aber dann alles schnell vergessen und mein Körper konnte sich nach den letzten Tagen etwas entspannen. Den starken Schwefelgeruch haben wir uns dann alle im eiskalten Flusswasser abgespült. 

Auf dem Rückweg musste aber alles ganz schnell gehen: Der Regen war schon von weitem zu erkennen und ich musste meinen Bus erwischen. Gerade so am Jeepney angekommen, fing es dann wie erwartet auch an in Strömen zu schütten. 10 Minuten später war dann aber wieder alles vorbei. Im Hostel musste ich Abschied nehmen von Lara und Vanessa – die einen elementaren Teil meiner letzten Tage ausgemacht haben. Kurz noch einen Snack nehmen, dann zum Bus und 9 Stunden Horror-Busfahrt (kaum Schlaf, eine reine Klima-Hölle und laut quatschende Mädels) später bin ich um 6:00 wieder in Manila angekommen. 

Schnell ein Uber-Taxi zum Flughafen bestellt und dann die Ernüchterung: Der Flughafen ist wie alles hier in Manila völlig überfüllt, es gibt kaum Sitzplätze und nichts zu essen. Erstmal wieder raus hier und etwas die Umgebung erkunden. Dabei fiel mir ein, dass ganz in der Nähe die Mall of Asia – Asiens größte Mall – und die Manila Bay ist. Und dort wurde meine Laune schon besser. 

Die Mall öffnet zwar erst um 10:00, aber die Manila Bay begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein, einer langen Palmenalle und einer lauen Meeresbriese. Einfach mal die Seele baumeln lassen und die Aussicht genießen. Ich hätte nicht gedacht, dass Manila so schön sein kann. 


Aber so langsam kam der Hunger auf. Also los zur Mall. Die ganze Zeit hatte ich schon von Jolliebees gehört, so etwas wie der McDonalds der Philippinen mit lokalem Essen. Das wollte ich jetzt mal ausprobieren und bestellte mir eine interessante Kombination aus frittiertem Hühnchen, Glasnudeln mit braunen Soße, Croutons, Fleisch und Garnelen, was überraschend gut schmeckte. Und jetzt sitze ich in einem Café, trinke einen wirklich guten philippinischen Kaffee und schreibe diesen Eintrag. Einerseits bin ich gerade unglaublich kaputt und würde mich am liebsten in mein kuscheliges Bett zu Hause legen. Andererseits genieße ich es gerade auch auf der anderen Seite der Welt bei 30 Grad ganz entspannt da zu sitzen. Und mit dem Wissen, dass es demnächst nach Puerto Princesa, wo endlich mehr Strand auf mich wartet, geht, wird die Vorfreude wesentlich größer und übertrumpft die Müdigkeit. 

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