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13. April 2017

Die Flucht vor der Zivilisation ins paradiesische Port Barton

Nachdem ich nach einem sehr anstrengenden Flug von Manila nach Puerto Princesa im Hostel angekommen bin, war ich wirklich sehr enttäuscht. In Puerto Princesa gab es wirklich nichts, was mich angesprochen hätte. Die ganze Stadt war sehr voll und vom angeblich 500m entfernten Strand am Hostel keine Spur – lediglich ein Boot für 1.700 philippinische Pesos fährt zur nächsten Insel. Und das ist wirklich teuer im Vergleich zu den sonstigen Preisen hier. Also erstmal auspacken und ankommen. 

Als ich mit allem fertig war, checkten gerade zwei deutsche Mädels und ein Österreicher ein. Da ich noch nichts gegessen hatte und sowieso nicht wusste was ich tun soll bin ich noch etwas mit raus gegangen. Währenddessen erfuhr ich, dass die drei gerade von Port Barton zurückkommen und es da unheimlich schön fanden. Außerdem stellte sich heraus, dass Theresa bei der Stadt Reutlingen arbeitet, womit wir genug Gesprächsstoff für den ganzen Abend hatten. Später im Hotel buchte ich dann den Van nach Port Barton, welcher mich am nächsten Tag um 11:00 abholen sollte. 

Die Fahrt mit dem Van war wahrhaftig ein Abenteuer für sich. Insgesamt 15 Personen wurden in den Kleinbus in der Größe eines  VW-Busses gequetscht. Das ganze Gepäck wurde auf dem Dach verstaut und dann ging es mit 100-150 Km/h über holprige Landstraßen und löchrige Feldwege, bis irgendwann sogar die Windschutzscheibe knackte. 


Nach etwa 4 Stunden kam das erste mal das  Meer in Sicht. Das erste Mal, dass ich einen Strand sehe und ich merkte, wie sich meine Mundwinkel ganz von alleine nach oben bewegen. Das Meer ist so wunderbar blau – so wie ich es bisher nur von Bildern gesehen hatte. Und trotz der unglaublich anstrengend Weiterfahrt und obwohl ich am ganzen Körper geschwitzt und geklebt habe, war ich glücklich und voller Vorfreude. 

Das kleine Dorf am Strand Port Barton


In Port Barton fühlte ich mich direkt wohl. Ein kleines Dorf direkt am Strand, alles zu Fuß erreichbar mit wenig Touristen und einigen Restaurants und Shops. Hier lässt es sich wirklich aushalten. Dino, ein Engländer, der die letzten zwei Jahre in Australien gelebt hat und bereits durch fast ganz Asien gereist ist, checkte mit mir im White Hauz Inn, dem Hostel das mir Theresa, Vanessa und Peter empfohlen hatten, ein. Mit ihm verbrachte ich dann auch die nächsten 3 Tage in Port Barton und buchte auch gleich eine Island Hopping Tour am nächsten Tag. 

Schnorcheln mit Schildkröten, Korallen und Seesternen


Um 9:00 morgens legte das Boot ab. Zusammen mit Dino und einem Puertorikaner fuhren wir zum ersten Stop, an dem jede Menge Schildkröten im Wasser lagen. Wieder ein erstes Mal: Nie zuvor war ich Schnorcheln in einem Korallenriff und nie zuvor bin ich überhaupt so weit draußen im Meer geschwommen. 
Ich war überwältigt von der Schönheit des Meeres und der Anmut der riesigen Meeresschildkröten. Ich war so voller Freude, dass ich den ganzen Tag alle Sorgen von zu Hause vergessen hatte. 


Zum Mittagessen machten wir dann Halt auf einer kleinen Insel, wo frisch gegrillter Fisch mit Reis, Gemüse und ein kühles Bier auf uns wartete. Währenddessen unterhielt ich mich mit Dino und dem Puertorikaner über Gott und die Welt. Nach dem Mittagessen fuhren wir noch an drei weitere Schnorchelpunkte und zum Schluss bekamen wir noch die Seesterne zu sehen. Wirklich eindrucksvoll, weil man sich kaum vorstellen kann, dass die wirklich lebendig sind. 

Am Abend waren wir dann extrem geschlaucht vom vielen schwimmen und der Sonne, hatten beide Sonnenbrand und fielen nach dem Essen, zwei drei Drinks und einer ausgiebigen Dusche tot ins Bett. 

Rollertour zu den Wasserfällen und dem White Beach


Eigentlich wollten wir am nächsten Tag wieder eine Bootstour machen und auf einer Insel campen, Fische fangen und Grillen. Da es am Morgen allerdings geregnet hatte, mussten wir darauf leider verzichten. Stattdessen mieteten wir uns zwei Roller (was auf den Philippinen wirklich günstig ist) und fuhren durch den Dschungel zum nahegelegenen Wasserfall. Auf dem Weg versagten dann meine Flip-Flops und ich durfte den ganzen Weg durch den Dschungel Barfuß zurücklegen (Autsch!).

Das erfrischende Bad im Wasserfall entschädigte dann aber alles. Dino und ich sind vom Felsen ins Wasser gesprungen und battleten uns, wer den besseren Sprung hinbekommt. 

Der Weg zurück führte wahrlich über Stock und Stein und machte unheimlich viel Spaß. Der White Beach begrüßte uns mit unfassbar blauem Wasser, wunderbarem Strand und Hängematten an den Palmen. Ein unglaublich schöner Ort zum entspannen. 


Während einem kühlen San Miguel (das lokale Bier) beobachteten wir später noch, wie die Sonne hinter den Bergen verschwand und machten uns dann auf den Weg zurück. Nach dem Abendessen fielen mir wieder sehr schnell die Augen zu. 

Heute morgen wurde Dino dann vom Van abgeholt, er fährt weiter nach El Nido. Für mich geht es in wenigen Stunden mit dem Van zurück nach Puerto Princesa und morgen dann weiter nach Boracay, wo mein 4-Sterne-Hotel auf mich wartet. Nach den ganzen einfacheren Unterkünften freue ich mich sehr auf etwas mehr Luxus. Dort wird dann hauptsächlich nur noch entspannt und etwas Wassersport wie Jet Ski oder Banana Boat fahren betrieben. Und ich kann jetzt schon nicht glauben, das es dann am Dienstag bereits wieder zurück nach Deutschland geht. Die Zeit ging viel zu schnell rum. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass das nicht die letzte Reise auf die Philippinen war. 

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